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Handbuch Moderne Wundversorgung

   -Arbeiten mit modernen antibakteriellen Verbänden (für die infizierte Wunde)


Arbeiten mit antibakteriellen Schaumverbänden Ein Verband für die mittelgradig bis stark nässende infizierte Wunde

Ein Verband für die nässende verkeimte Wunde.

Aufbau und Wirkweise: Bei dem gezeigtem Beispiel handelt es sich um eine infizierte PEG- Sonde. Das Wundexsudat wird von dem Schaumverband aufgenommen. Dabei wandern Silberionen  in das Wundgebiet und töten Bakterien ab.
       


Der Verband besteht aus Polyuretan. Über die den Verband abschließende Polyuretanfolie ist ein Gasaustausch möglich .In den Schaumverbänden ist das Silber in ionischer Form in einer Konzentration von 1 mg/cm2 gebunden. Bei Kontakt mit Wundexsudat werden Silberionen im Austausch mit Natriumionen in Abhängigkeit der aufkommenden Exsudatmenge freigegeben. Die Bindung der Natriumionen an den Schaum ist stärker als die Bindung der Silberionen, wodurch eine Umkehrreaktion weitgehend vermieden wird.  Das Silber kann bis zu einer Woche vom Verband abgegeben werden.
Die Silberfreigabe ist bei verschiedenen Verbänden sehr unterschiedlich. Dies geht aus folgender Tabelle hervor. (Quelle: Coloplast Hamburg)


Indikationen:
Nässende infizierte Wunden wie:
- Dekubitalulzera
- Ulcus cruris
- Postoperative Wundheilungsstörungen
- Sekundärheilende Wunden
- Chronische Wunden
- Verbrennungen bis Grad 2b

Kontraindikation:

Phlegmone,
da die Entzündung im Gewebe, wegen der fehlenden Sekretion nicht erreicht wird.