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Handbuch Moderne Wundversorgung



Arbeiten mit hydrokapillaren Verbänden (für die mittelgradig bis sehr stark nässende Wunde)

Die Idee hydrokapillare Verbände herzustellen, kam aus dem Wunsch heraus einen Verband für alle Wundheilungsphasen anzubieten. Die Praxis zeigt, dass der hydrokapillare Verband eine sehr nasse Wunde versorgt, eine schwach nässende Wunde aber zu trocken legt. Die Indikationen sind mittelgradig bis sehr nässende Wunden. Eine plane Wunde muß sauber sein, da der Verband nicht in der Lage ist, direkt mit einem Hydrogel kombiniert zu werden. Die Wundkontaktschicht wird durch das Aufbringen eines Hydrogels verklebt. Wundexsudat kann dann nicht mehr in den Verband fliesen. Das Versorgen einer großen schmutzigen Wundhöhle oder Wundtasche mit einem hydrokapillaren Verband ist möglich, da das Gel keinen direkten Kontakt zum Verband hat (siehe Bildserie).

           


Indikationen:
- Sekundär heilende Wunden
- Dekubitaluzera
- Venöse Ulzera
- Stark nässende Austrittsstellen (z.B. Lymphfisteln, ehemalige Drainagenaustrittsstellen u.s.w.
Formen: Kleinstformen (5x5cm), sehr große Auflagen (bis 20x20 cm), Längstformen 10x20 cm. Alle Formen gibt es mit und ohne Haftrand.

Wichtiger Hinweis:
Es gibt den Verband mit und ohne selbsthaftenden Haftrand. Der Haftrand klebt sehr gut und fest. Wenn Sie den Verband entfernen nutzen Sie bitte die Überdehntechnik, oder einen Pflasterlöser. Es kann sonst zu Hautirritationen kommen.

Wirkweise: Durch sein hydrokapillares Kissen (Superabsorber aus Na-Polyacrylat und Zellulose fasern) nimmt Alione sofort Wundexsudat auf. Er hält ein feucht warmes Wundmileau über Tage. Bei stark nässenden Wunden kann der Verband bis zu 2, bei schwach nässenden Wunden bis zu 7 Tage belassen bleiben. Wunden, welche nur sehr wenig nässen, legt der Verband zu trocken. Hier empfiehlt sich der Verband nicht, sondern ein transparenter HKV.